Kurz erklärt
Was bedeutet Vorsteuerabzug?
Unter den gesetzlichen Voraussetzungen kann ein Unternehmer die in einer ordnungsgemäßen Rechnung gesondert ausgewiesene Umsatzsteuer für betriebliche Eingangsleistungen als Vorsteuer abziehen.
Österreichische Einordnung
Was gilt in Österreich?
Der Vorsteuerabzug setzt mehr voraus als eine Zahlung. Erforderlich sind insbesondere eine betriebliche Eingangsleistung, eine ordnungsgemäße Rechnung und das Fehlen gesetzlicher Ausschlüsse.
Praktische Umsetzung
Was bedeutet das im Alltag?
Prüfe Rechnung, betrieblichen Bezug und Ausschlüsse; Kleinunternehmer sind grundsätzlich nicht vorsteuerabzugsberechtigt.
Praxisbeispiel
So sieht das konkret aus
Vorsteuer aus einer betrieblichen Eingangsrechnung
Ein regelbesteuerter Unternehmer kauft ein ausschließlich betrieblich verwendetes Arbeitsmittel um 1.000 € netto zuzüglich 200 € Umsatzsteuer. Die Rechnung ist ordnungsgemäß und es greift kein Ausschluss.
Aufteilung der Eingangsrechnung
- Position
- Nettoaufwand bzw. Anschaffungskosten
- Betrag
- 1.000 €
- Position
- Umsatzsteuer
- Betrag
- 200 €
- Position
- Möglicher Vorsteuerabzug
- Betrag
- 200 €
- Position
- Zahlungsbetrag
- Betrag
- 1.200 €
Ergebnis
Unter den genannten Voraussetzungen können die 200 € als Vorsteuer berücksichtigt werden; die Zahlung allein würde dafür nicht genügen.
Prüfliste
Darauf solltest du achten
- Betrieblichen Bezug der Eingangsleistung prüfen.
- Rechnung auf vollständige Pflichtangaben kontrollieren.
- Ausschlüsse und fehlende Berechtigung bei Kleinunternehmern berücksichtigen.
Nachweise
Quellen
Die rechtliche Einordnung dieses Artikels stützt sich auf folgende österreichische Quellen: