Allgemeine Geschäftsbedingungen
Nutzungsbedingungen für die Contaro SaaS-Buchhaltungssoftware
§ 1 Geltungsbereich und Vertragsgegenstand
(1) Diese Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) gelten für alle Verträge über die Nutzung der webbasierten Buchhaltungssoftware „Contaro“ (nachfolgend „Software“ oder „Dienst“), die zwischen der Contaro e.U., Ruffenbrunnerstraße 13, 2352 Gumpoldskirchen, Österreich (nachfolgend „Anbieter“) und dem Nutzer (nachfolgend „Kunde“ oder „Nutzer“) geschlossen werden.
(2) Gegenstand des Vertrages ist die zeitlich begrenzte Bereitstellung der Software als Software-as-a-Service (SaaS) über das Internet zur Nutzung durch den Kunden. Die Software dient der Verwaltung von Buchhaltungsdaten, Rechnungen, Ausgaben, Zeiterfassung und weiteren kaufmännischen Funktionen.
(3) Abweichende Bedingungen des Kunden werden nicht anerkannt, es sei denn, der Anbieter stimmt ihrer Geltung ausdrücklich schriftlich zu.
§ 2 Vertragsabschluss und Registrierung
(1) Der Vertrag kommt durch die Registrierung des Kunden auf der Website www.contaro.net und die anschließende Bestätigung durch den Anbieter zustande.
(2) Der Kunde ist verpflichtet, bei der Registrierung wahrheitsgemäße und vollständige Angaben zu machen. Änderungen der Daten sind dem Anbieter unverzüglich mitzuteilen.
(3) Ein Anspruch auf Abschluss eines Vertrages besteht nicht. Der Anbieter behält sich vor, Registrierungen ohne Angabe von Gründen abzulehnen.
§ 3 Leistungsumfang
(1) Der Anbieter stellt dem Kunden die Software über das Internet zur Nutzung bereit. Der konkrete Funktionsumfang ergibt sich aus der Leistungsbeschreibung auf der Website sowie dem gewählten Tarif.
(2) Der Anbieter ist berechtigt, die Software weiterzuentwickeln und zu verbessern. Dies kann auch Änderungen der Benutzeroberfläche und des Funktionsumfangs umfassen, sofern die Hauptfunktionen erhalten bleiben und dem Kunden die Nutzung in zumutbarer Weise möglich bleibt.
(3) Der Anbieter bemüht sich um eine Verfügbarkeit der Software von 99% im Jahresmittel. Ausgenommen hiervon sind Wartungsarbeiten sowie Ausfälle, die nicht im Einflussbereich des Anbieters liegen (höhere Gewalt, Verschulden Dritter etc.).
§ 4 Nutzungsrechte
(1) Der Kunde erhält für die Dauer des Vertrages ein einfaches, nicht übertragbares und nicht unterlizenzierbares Recht zur Nutzung der Software im vertraglich vereinbarten Umfang.
(2) Der Kunde ist nicht berechtigt, die Software zu vervielfältigen, zu bearbeiten, zu dekompilieren oder in sonstiger Weise zu verändern, soweit dies nicht gesetzlich ausdrücklich gestattet ist.
(3) Eine Weitergabe der Zugangsdaten an Dritte ist untersagt. Der Kunde haftet für alle Handlungen, die unter Verwendung seiner Zugangsdaten vorgenommen werden.
§ 5 Preise und Zahlung
(1) Die Preise ergeben sich aus der jeweils aktuellen Preisliste auf der Website. Alle Preise verstehen sich inklusive der gesetzlichen Umsatzsteuer.
(2) Die Abrechnung erfolgt monatlich im Voraus. Die Zahlung ist per Kreditkarte, Lastschrift oder anderen vom Anbieter angebotenen Zahlungsmethoden zu leisten.
(3) Bei Zahlungsverzug ist der Anbieter berechtigt, Verzugszinsen in Höhe von 9,2 Prozentpunkten über dem Basiszinssatz zu verlangen. Der Anbieter kann den Zugang zur Software bei Zahlungsverzug sperren.
(4) Der Anbieter behält sich Preisanpassungen vor. Preiserhöhungen werden dem Kunden mindestens 6 Wochen vor Inkrafttreten mitgeteilt. Der Kunde hat in diesem Fall ein außerordentliches Kündigungsrecht.
§ 6 Vertragslaufzeit und Kündigung
(1) Der Vertrag wird auf unbestimmte Zeit geschlossen und kann von beiden Parteien mit einer Frist von einem Monat zum Monatsende gekündigt werden.
(2) Das Recht zur außerordentlichen Kündigung aus wichtigem Grund bleibt unberührt. Ein wichtiger Grund liegt insbesondere vor, wenn der Kunde gegen wesentliche Vertragspflichten verstößt oder mit der Zahlung von zwei aufeinanderfolgenden Monatsbeträgen in Verzug ist.
(3) Kündigungen bedürfen der Textform (z.B. E-Mail).
(4) Nach Beendigung des Vertrages erlischt das Nutzungsrecht. Der Kunde hat die Möglichkeit, seine Daten innerhalb von 30 Tagen nach Vertragsende zu exportieren. Danach werden die Daten gelöscht.
§ 7 Datenschutz und Datensicherheit
(1) Der Anbieter verarbeitet personenbezogene Daten des Kunden im Einklang mit der Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) und dem österreichischen Datenschutzgesetz. Einzelheiten ergeben sich aus der Datenschutzerklärung.
(2) Der Anbieter trifft angemessene technische und organisatorische Maßnahmen zum Schutz der Kundendaten vor unbefugtem Zugriff, Verlust oder Zerstörung.
(3) Der Kunde bleibt Eigentümer seiner in die Software eingegebenen Daten. Der Anbieter nutzt diese Daten ausschließlich zur Vertragserfüllung und löscht sie nach Vertragsende gemäß den gesetzlichen Vorgaben.
(4) Der Anbieter erstellt regelmäßig Sicherungskopien der Kundendaten. Eine Garantie für die vollständige Wiederherstellung im Schadensfall kann jedoch nicht übernommen werden. Der Kunde wird empfohlen, eigene Sicherungskopien anzufertigen.
§ 8 Pflichten des Kunden
(1) Der Kunde verpflichtet sich, die Software nur im Rahmen der geltenden Gesetze und dieser AGB zu nutzen.
(2) Der Kunde ist verpflichtet, seine Zugangsdaten geheim zu halten und vor dem Zugriff Dritter zu schützen. Bei Verdacht auf Missbrauch ist der Anbieter unverzüglich zu informieren.
(3) Der Kunde ist für die Rechtmäßigkeit der von ihm in die Software eingegebenen Inhalte selbst verantwortlich. Er stellt den Anbieter von allen Ansprüchen Dritter frei, die aus einer rechtswidrigen Nutzung resultieren.
(4) Der Kunde ist verpflichtet, die Software nicht für rechtswidrige Zwecke zu nutzen und keine Schadsoftware oder ähnliche schädliche Inhalte hochzuladen.
§ 9 Gewährleistung und Haftung
(1) Der Anbieter gewährleistet, dass die Software im Wesentlichen die in der Leistungsbeschreibung angegebenen Funktionen aufweist. Geringfügige Abweichungen stellen keinen Mangel dar.
(2) Der Anbieter haftet unbeschränkt für Schäden aus der Verletzung des Lebens, des Körpers oder der Gesundheit sowie für Schäden, die auf Vorsatz oder grober Fahrlässigkeit beruhen.
(3) Bei leicht fahrlässiger Verletzung wesentlicher Vertragspflichten haftet der Anbieter der Höhe nach begrenzt auf den vertragstypisch vorhersehbaren Schaden. Wesentliche Vertragspflichten sind solche, deren Erfüllung die ordnungsgemäße Durchführung des Vertrages überhaupt erst ermöglicht.
(4) Im Übrigen ist die Haftung des Anbieters ausgeschlossen. Dies gilt insbesondere für mittelbare Schäden, Folgeschäden und entgangenen Gewinn.
(5) Die vorstehenden Haftungsbeschränkungen gelten auch für die persönliche Haftung der Mitarbeiter, Vertreter und Erfüllungsgehilfen des Anbieters.
§ 10 Widerrufsrecht für Verbraucher
(1) Verbraucher im Sinne des § 1 Konsumentenschutzgesetz (KSchG) haben das Recht, binnen vierzehn Tagen ohne Angabe von Gründen diesen Vertrag zu widerrufen.
(2) Die Widerrufsfrist beträgt vierzehn Tage ab dem Tag des Vertragsabschlusses.
(3) Um das Widerrufsrecht auszuüben, muss der Kunde dem Anbieter mittels einer eindeutigen Erklärung (z.B. per E-Mail) über seinen Entschluss, diesen Vertrag zu widerrufen, informieren.
(4) Hat der Kunde verlangt, dass die Dienstleistungen während der Widerrufsfrist beginnen sollen, so hat er dem Anbieter einen angemessenen Betrag zu zahlen, der dem Anteil der bis zu dem Zeitpunkt, zu dem er den Anbieter von der Ausübung des Widerrufsrechts unterrichtet, bereits erbrachten Dienstleistungen entspricht.
§ 11 Änderungen der AGB
(1) Der Anbieter behält sich vor, diese AGB zu ändern. Änderungen werden dem Kunden mindestens 6 Wochen vor Inkrafttreten per E-Mail mitgeteilt.
(2) Widerspricht der Kunde den geänderten AGB nicht innerhalb von 6 Wochen nach Zugang der Mitteilung, gelten die geänderten AGB als angenommen. Der Anbieter wird den Kunden in der Änderungsmitteilung auf diese Folge besonders hinweisen.
(3) Widerspricht der Kunde, hat der Anbieter das Recht, den Vertrag zum Zeitpunkt des Inkrafttretens der Änderungen zu kündigen.
§ 12 Schlussbestimmungen
(1) Es gilt österreichisches Recht unter Ausschluss des UN-Kaufrechts (CISG). Bei Verträgen mit Verbrauchern im Sinne des KSchG gilt diese Rechtswahl nur insoweit, als dadurch keine zwingenden gesetzlichen Bestimmungen des Staates, in dem der Verbraucher seinen gewöhnlichen Aufenthalt hat, eingeschränkt werden.
(2) Gerichtsstand für alle Streitigkeiten aus diesem Vertrag ist, soweit gesetzlich zulässig, der Sitz des Anbieters in Österreich.
(3) Sollten einzelne Bestimmungen dieser AGB unwirksam sein oder werden, bleibt die Wirksamkeit der übrigen Bestimmungen hiervon unberührt.
(4) Verbraucher haben die Möglichkeit, sich bei Streitigkeiten an die Internet-Ombudsstelle (www.ombudsmann.at) oder an die Europäische Online-Streitbeilegungs-Plattform (ec.europa.eu/consumers/odr) zu wenden.
Stand: November 2025
Hinweis: Diese AGB wurden sorgfältig erstellt, ersetzen jedoch keine individuelle Rechtsberatung. Bitte lassen Sie diese von einem Rechtsanwalt prüfen, bevor Sie sie verwenden.