Rechtliches
Allgemeine Geschäftsbedingungen
Nutzungsbedingungen für Contaro Free und Contaro Pro
§ 1 Geltungsbereich, Anbieter und Kundenkreis
(1)Diese Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) gelten für Verträge über die Nutzung der webbasierten Buchhaltungssoftware „Contaro“ (nachfolgend „Contaro“ oder „Dienst“) zwischen Contaro e.U., Inhaber Stefan Ploskov, Ruffenbrunnerstraße 13, 2352 Gumpoldskirchen, Österreich, E-Mail: info@contaro.net (nachfolgend „Anbieter“), und dem Kunden.
(2) Contaro kann von Unternehmern im Sinne des § 1 UGB und von Verbrauchern im Sinne des § 1 KSchG genutzt werden. Soweit einzelne Bestimmungen nur für Unternehmer oder nur für Verbraucher gelten, wird dies in diesen AGB ausdrücklich angegeben. Zwingende gesetzliche Verbraucherrechte bleiben unberührt.
(3) Gegenstand des Vertrags ist die zeitlich begrenzte Bereitstellung von Contaro als Software-as-a-Service über das Internet. Der konkrete Leistungsumfang richtet sich nach dem vereinbarten Tarif und der bei Vertragsabschluss verfügbaren Leistungsbeschreibung.
(4) Abweichende Bedingungen des Kunden gelten nur, wenn der Anbieter ihrer Geltung ausdrücklich in Textform zugestimmt hat.
§ 2 Registrierung und Vertragsabschluss
(1) Die Darstellung von Contaro auf der Website ist noch kein verbindliches Vertragsangebot. Mit Abschluss der Registrierung gibt der Kunde ein Angebot auf Abschluss des unentgeltlichen Basisvertrags ab. Der Vertrag kommt durch Freischaltung des Kontos oder eine elektronische Bestätigung des Anbieters zustande.
(2) Vor Abgabe der Registrierung kann der Kunde seine Eingaben prüfen und berichtigen. Die bei Vertragsabschluss geltenden AGB werden so bereitgestellt, dass sie gespeichert und wiedergegeben werden können. Der Anbieter bestätigt den Eingang der Registrierung unverzüglich auf elektronischem Weg.
(3) Ein kostenpflichtiger Pro-Tarif wird gesondert über den vorgesehenen Checkout bestellt. Maßgeblich sind die dort unmittelbar vor der Bestellung angezeigten Leistungen, Preise, Steuern, Abrechnungsintervalle und Zahlungsbedingungen. Individuelle Angaben im Checkout gehen bei einem Widerspruch diesen AGB vor.
(4) Der Kunde muss bei der Registrierung wahrheitsgemäße und vollständige Angaben machen und vertragsrelevante Änderungen unverzüglich im Konto aktualisieren. Ein Anspruch auf Freischaltung oder Abschluss eines Pro-Tarifs besteht nicht.
§ 3 Pro-Testphase, Free-Tarif und Pro-Tarif
(1) Mit der Aktivierung eines neuen Kundenkontos beginnt einmalig eine unentgeltliche Pro-Testphase von 14 Tagen. Für die Testphase ist kein Zahlungsmittel erforderlich. Sie muss nicht gekündigt werden.
(2) Der Pro-Test wird nur dann als kostenpflichtiger Pro-Tarif fortgesetzt, wenn der Kunde Pro gesondert und ausdrücklich über den dafür vorgesehenen Bestellprozess bucht. Andernfalls wird das Konto nach Ablauf der Testphase automatisch und ohne Zahlungspflicht im Free-Tarif weitergeführt. Das bloße Hinterlegen eines Zahlungsmittels ersetzt keine ausdrückliche Pro-Buchung.
(3) Contaro Free ist unentgeltlich. Der Tarif umfasst bis zu fünf endgültig ausgestellte Standardrechnungen je Kalendermonat. Maßgeblich ist die Zeitzone Europe/Vienna. Entwürfe und Gutschriften werden nicht auf dieses Kontingent angerechnet. Das Löschen oder Stornieren einer bereits gezählten Rechnung stellt verbrauchtes Kontingent nicht wieder her. Endgültig ausgestellte Dokumente können nur über die vorgesehenen Korrektur- oder Stornofunktionen geändert werden.
(4) Weitere technische oder operative Free-Limits, insbesondere für Zustellung, PDF- und E-Rechnungserstellung, Speicher, Downloads und Support, gelten nur, wenn sie dem Kunden in der Tarifbeschreibung oder vor der betroffenen Nutzung transparent angezeigt werden. Solche Limits dürfen die ausdrücklich zugesagten Kernleistungen des Free-Tarifs nicht nachträglich aushöhlen.
(5) Contaro Pro umfasst die in der jeweils vereinbarten Leistungsbeschreibung bezeichneten zusätzlichen Funktionen und höheren oder entfallenden Nutzungslimits. Ein Anspruch auf Funktionen, die nicht Teil der vereinbarten Leistungsbeschreibung sind, besteht nicht.
(6) Nach einem Wechsel von Pro zu Free bleiben bestehende Kundendaten grundsätzlich gespeichert. Nutzung, Bearbeitung und Export sind danach nur im Umfang von Free möglich. Pro-Automatisierungen, Integrationen und Pro-Funktionen werden beendet oder deaktiviert; Teammitglieder, Berater oder andere zusätzliche Nutzer können ihren Zugriff verlieren.
§ 4 Leistungserbringung, Verfügbarkeit und Änderungen
(1) Der Anbieter stellt Contaro während der Vertragsdauer über das Internet im vereinbarten Umfang bereit und entwickelt den Dienst laufend weiter.
(2) Der Anbieter darf Funktionen aus sachlichen Gründen anpassen, insbesondere wegen gesetzlicher oder behördlicher Vorgaben, Sicherheitsanforderungen, technischer Weiterentwicklung, notwendiger Kompatibilität oder Änderungen erforderlicher Drittleistungen. Die Hauptleistung eines bereits bezahlten Pro-Zeitraums darf dadurch nicht wesentlich reduziert werden. Ist eine wesentliche Reduktion unvermeidbar, bietet der Anbieter eine zumutbare Ersatzleistung oder ein Recht zur Beendigung von Pro mit anteiliger Erstattung des nicht nutzbaren Zeitraums an.
(3) Der Anbieter bemüht sich um eine möglichst unterbrechungsarme Bereitstellung. Unterbrechungen können insbesondere durch angekündigte Wartung, dringende Sicherheitsmaßnahmen, technische Störungen, höhere Gewalt oder Ausfälle von Internet-, Hosting- und sonstigen Drittanbietern entstehen. Eine bestimmte Verfügbarkeit oder Reaktionszeit gilt nur, wenn sie ausdrücklich in Textform vereinbart wurde.
(4) Contaro unterstützt kaufmännische Arbeitsabläufe, ersetzt aber keine individuelle Rechts-, Steuer- oder Unternehmensberatung. Automatisch erzeugte Inhalte, Berechnungen und KI-gestützte Vorschläge sind vom Kunden vor ihrer Verwendung fachlich zu prüfen.
§ 5 Nutzungsrechte und Pflichten des Kunden
(1) Der Kunde erhält für die Dauer des Vertrags ein einfaches, nicht übertragbares und nicht unterlizenzierbares Recht, Contaro im vertraglich vereinbarten Umfang für eigene Zwecke zu nutzen.
(2) Der Kunde darf Contaro nicht vervielfältigen, bearbeiten, dekompilieren oder anderweitig verändern, soweit dies nicht zwingend gesetzlich gestattet ist. Nutzungslimits und technische Schutzmaßnahmen dürfen nicht umgangen werden.
(3) Zugangsdaten sind geheim zu halten und angemessen vor dem Zugriff Dritter zu schützen. Der Kunde informiert den Anbieter unverzüglich über vermuteten Missbrauch. Für Handlungen unter seinem Konto haftet der Kunde nur, soweit er den Missbrauch schuldhaft ermöglicht oder zu vertreten hat.
(4) Der Kunde ist für die Rechtmäßigkeit, Richtigkeit und erforderlichen Rechte an seinen Eingaben, Dokumenten und sonstigen Inhalten verantwortlich. Unzulässig sind insbesondere rechtswidrige Inhalte, Schadsoftware, missbräuchliche Massennutzung sowie Handlungen, die Sicherheit oder Verfügbarkeit des Dienstes beeinträchtigen.
(5) Der Kunde bleibt für seine gesetzlichen Buchführungs-, Steuer-, Prüf- und Aufbewahrungspflichten verantwortlich. Contaro entbindet ihn nicht von der Prüfung, ob verfügbare Funktionen und Exporte für seinen konkreten Fall ausreichen.
(6) Verletzt der Kunde schuldhaft Rechte Dritter, hält er den Anbieter im gesetzlich zulässigen Umfang von daraus resultierenden berechtigten Ansprüchen frei. Der Anbieter informiert den Kunden unverzüglich und gibt ihm angemessene Gelegenheit, an der Abwehr oder Erledigung des Anspruchs mitzuwirken.
§ 6 Preise, Abrechnung und Zahlungsverzug
(1) Contaro Free und die Pro-Testphase sind unentgeltlich. Für Pro gilt der beim Abschluss im Checkout ausgewiesene Gesamtpreis. Soweit nicht anders ausgewiesen, enthalten angegebene Preise die gesetzliche Umsatzsteuer, sofern diese anfällt.
(2) Pro wird je nach Auswahl monatlich oder jährlich im Voraus abgerechnet. Die Zahlung erfolgt über die im Checkout angebotenen Zahlungsmethoden. Für die Zahlungsabwicklung können Zahlungsdienstleister eingesetzt werden; deren zusätzliche Bedingungen werden dem Kunden im Zahlungsprozess angezeigt.
(3) Bei Zahlungsverzug gelten die gesetzlichen Verzugszinsen und die gesetzlichen Regeln zu notwendigen, zweckentsprechenden Betreibungskosten. Gegenüber Unternehmern gelten insbesondere §§ 456 und 458 UGB. Gegenüber Verbrauchern wird die Betreibungskostenpauschale nach § 458 UGB nicht erhoben; für sie gelten insbesondere § 1000 ABGB und die zwingenden Verbraucherschutzvorschriften.
(4) Bei fehlgeschlagener oder überfälliger Zahlung darf der Anbieter die Pro-Funktionen für die Dauer des Rückstands auf den Free-Umfang beschränken. Das Free-Konto und die Kundendaten bleiben davon unberührt, soweit kein gesonderter Sperr- oder Beendigungsgrund vorliegt.
(5) Preisänderungen sind nur für künftige Pro-Verlängerungszeiträume möglich. Der Anbieter informiert mindestens sechs Wochen vor Beginn des betroffenen Zeitraums in Textform. Bereits bezahlte Zeiträume bleiben unverändert. Die Preisänderung wird nur mit ausdrücklicher Zustimmung des Kunden Vertragsbestandteil. Erfolgt keine Zustimmung, kann der Anbieter Pro zum Ende des laufenden Zeitraums beenden; das Konto wird anschließend als Free fortgeführt.
§ 7 Laufzeit, Pro-Kündigung, Downgrade und Kontobeendigung
(1) Der unentgeltliche Basisvertrag wird auf unbestimmte Zeit geschlossen. Der Kunde kann ihn jederzeit ohne Kündigungsfrist durch eine Erklärung in Textform oder über eine dafür vorgesehene Kontofunktion beenden. Besteht zu diesem Zeitpunkt Pro, wird die Beendigung spätestens zum Ende des laufenden bezahlten Zeitraums wirksam und verhindert eine weitere Verlängerung. Der Anbieter kann den Basisvertrag mit einer Frist von vier Wochen in Textform ordentlich kündigen; bei bestehendem Pro wird die Kündigung nicht vor Ende des bezahlten Zeitraums wirksam.
(2) Pro läuft für den im Checkout gewählten monatlichen oder jährlichen Abrechnungszeitraum und verlängert sich jeweils um denselben Zeitraum, sofern Pro nicht vor Ende des laufenden Zeitraums gekündigt wird. Gegenüber Verbrauchern erfolgt eine Verlängerung nur unter Einhaltung der dafür geltenden gesetzlichen Informations- und Hinweispflichten.
(3) Der Kunde kann Pro jederzeit über die vorgesehene Kontofunktion, das eingesetzte Kundenportal oder in Textform kündigen. Die Kündigung wird zum Ende des bereits bezahlten Abrechnungszeitraums wirksam; bis dahin bleibt Pro nutzbar. Bereits bezahlte Entgelte werden nicht anteilig erstattet, sofern nicht diese AGB oder zwingendes Recht etwas anderes bestimmen.
(4) Die Beendigung von Pro beendet nicht den Basisvertrag. Das Konto wird nach Ablauf des bezahlten Zeitraums automatisch auf Free umgestellt. Eine erneute Pro-Buchung ist jederzeit möglich.
(5) Die Kündigung von Pro und die vollständige Beendigung des Basisvertrags sind unterschiedliche Erklärungen. Die Beendigung des Basisvertrags gilt jedoch zugleich als Kündigung eines bestehenden Pro-Tarifs zum Ende des laufenden Abrechnungszeitraums und verhindert dessen weitere Verlängerung. Die technische Löschung des Kontos kann davon zeitlich getrennt erfolgen.
(6) Der Anbieter kann Pro ordentlich frühestens zum Ende des laufenden bezahlten Zeitraums kündigen. Das Recht beider Parteien zur sofortigen Beendigung aus wichtigem Grund bleibt unberührt. Ein wichtiger Grund liegt für den Anbieter insbesondere bei schwerwiegendem oder wiederholtem Vertragsverstoß, rechtswidriger Nutzung, Gefährdung der Sicherheit oder dauerhaftem Zahlungsverzug trotz Mahnung vor. Soweit zumutbar, setzt der Anbieter vor einer Beendigung eine angemessene Frist zur Abhilfe.
(7) Vor einer vollständigen Kontobeendigung muss der Kunde benötigte Daten mit den verfügbaren Exportfunktionen sichern. Soweit der Anbieter selbst gesetzlichen Aufbewahrungs-, Abrechnungs- oder Nachweispflichten unterliegt, kann eine sofortige vollständige Löschung insoweit eingeschränkt werden. Betroffene Daten werden für andere Zwecke gesperrt und nach Ablauf der maßgeblichen Frist gelöscht.
§ 8 Rücktrittsrecht für Verbraucher
(1) Verbraucher haben das Recht, binnen vierzehn Tagen ohne Angabe von Gründen von einem im Fernabsatz geschlossenen Vertrag zurückzutreten. Die Frist beginnt mit dem Tag des Vertragsabschlusses.
(2) Zur Ausübung des Rücktrittsrechts genügt eine eindeutige Erklärung an Contaro e.U., Inhaber Stefan Ploskov, Ruffenbrunnerstraße 13, 2352 Gumpoldskirchen, Österreich, E-Mail: info@contaro.net. Zur Wahrung der Frist reicht es aus, dass die Erklärung vor Ablauf der Rücktrittsfrist abgesendet wird.
(3) Verlangt ein Verbraucher ausdrücklich, dass eine kostenpflichtige Leistung bereits während der Rücktrittsfrist beginnt, und tritt er danach vor Ablauf dieser Frist zurück, ist nur dann ein angemessener Betrag für die bis zum Rücktritt bereits erbrachte Leistung zu zahlen, wenn die gesetzlichen Voraussetzungen dafür erfüllt sind. Die kostenlose Testphase und Contaro Free bleiben unentgeltlich.
(4) Im Fall eines wirksamen Rücktritts werden erhaltene Zahlungen unverzüglich und spätestens binnen vierzehn Tagen ab Eingang der Rücktrittserklärung mit demselben Zahlungsmittel zurückgezahlt, sofern nicht ausdrücklich etwas anderes vereinbart wurde. Gesetzliche Ausnahmen bleiben unberührt.
(5) Muster-Rücktrittsformular: „An Contaro e.U., Ruffenbrunnerstraße 13, 2352 Gumpoldskirchen, Österreich, info@contaro.net: Hiermit widerrufe ich den von mir abgeschlossenen Vertrag über die Nutzung von Contaro. Bestellt am: ____. Name: ____. Anschrift: ____. Datum: ____.“ Die Verwendung dieses Musters ist nicht vorgeschrieben.
§ 9 Kundendaten, Datenschutz und Datensicherheit
(1) Der Anbieter verarbeitet personenbezogene Daten im Einklang mit der DSGVO und dem österreichischen Datenschutzrecht. Einzelheiten zur Verarbeitung für eigene Zwecke ergeben sich aus der Datenschutzerklärung.
(2) Soweit der Anbieter personenbezogene Daten im Auftrag des Kunden verarbeitet, schließen die Parteien vor Beginn dieser Verarbeitung eine gesonderte Vereinbarung zur Auftragsverarbeitung nach Art. 28 DSGVO. Diese AGB ersetzen eine erforderliche Auftragsverarbeitungsvereinbarung nicht.
(3) Rechte an Kundendaten und hochgeladenen Inhalten verbleiben beim Kunden oder dem jeweiligen Rechteinhaber. Der Kunde räumt dem Anbieter die zur Vertragserfüllung, Sicherheit, Fehlerbehebung und Erfüllung gesetzlicher Pflichten erforderlichen Nutzungsrechte ein.
(4) Der Anbieter trifft angemessene technische und organisatorische Maßnahmen zum Schutz der Kundendaten. Betriebliche Sicherungen ersetzen jedoch keine eigenen Exporte des Kunden; eine vollständige Wiederherstellung jedes Datenstands kann nicht zugesagt werden.
(5) Soweit der Anbieter selbst gesetzlichen Aufbewahrungspflichten unterliegt, werden betroffene Daten nach Vertragsende für andere Zwecke gesperrt und nach Ablauf der maßgeblichen Frist gelöscht. Weitergehende Aufbewahrungs- und Löschinformationen ergeben sich aus der Datenschutzerklärung und einer anwendbaren Auftragsverarbeitungsvereinbarung.
§ 10 Gewährleistung
(1) Der Anbieter gewährleistet, dass Contaro im Wesentlichen die ausdrücklich vereinbarten Funktionen aufweist. Kein Mangel liegt vor, wenn eine Abweichung die vertraglich vorausgesetzte Nutzung nur unerheblich beeinträchtigt und dem Kunden zumutbar ist.
(2) Der Kunde meldet reproduzierbare Störungen mit einer möglichst genauen Beschreibung. Der Anbieter kann Gewährleistung zunächst durch Verbesserung, Fehlerumgehung oder Austausch einer betroffenen Funktion leisten. Gesetzliche Rechte bei erfolgloser oder unzumutbarer Abhilfe bleiben unberührt.
(3) Für Störungen, die ausschließlich durch die Systemumgebung des Kunden, unzulässige Änderungen, Fehlbedienung oder nicht vom Anbieter kontrollierte Drittleistungen verursacht werden, besteht keine Gewährleistung, soweit der Anbieter die Ursache nicht zu vertreten hat.
(4) Gegenüber Verbrauchern bleiben die zwingenden gesetzlichen Gewährleistungsrechte, insbesondere für digitale Leistungen, unberührt.
§ 11 Haftung
(1) Der Anbieter haftet unbeschränkt für Schäden aus Vorsatz oder grober Fahrlässigkeit, für Personenschäden sowie in Fällen zwingender gesetzlicher Haftung, insbesondere nach dem Produkthaftungsgesetz.
(2) Bei leicht fahrlässiger Verletzung einer wesentlichen Vertragspflicht haftet der Anbieter nur für den vertragstypisch vorhersehbaren Schaden. Wesentliche Vertragspflichten sind Pflichten, deren Erfüllung die ordnungsgemäße Durchführung des Vertrags erst ermöglicht und auf deren Einhaltung der Kunde regelmäßig vertrauen darf.
(3) Im Übrigen ist die Haftung für leichte Fahrlässigkeit ausgeschlossen. Vorbehaltlich Abs. 1 und 2 gilt dies insbesondere für mittelbare Schäden, Folgeschäden, entgangenen Gewinn sowie Datenverluste, die der Kunde durch zumutbare Exporte oder Sicherungsmaßnahmen hätte vermeiden können.
(4) Der Anbieter haftet nicht für die fachliche, steuerliche oder rechtliche Richtigkeit von Kundeneingaben, vom Kunden freigegebenen Dokumenten oder ungeprüft übernommenen automatischen Vorschlägen, soweit der Anbieter eine Unrichtigkeit nicht zu vertreten hat.
(5) Die vorstehenden Beschränkungen gelten im gesetzlich zulässigen Umfang auch zugunsten der Mitarbeiter, Vertreter und Erfüllungsgehilfen des Anbieters.
(6) Gegenüber Verbrauchern gelten die vorstehenden Haftungsbeschränkungen nur, soweit sie nach zwingendem Recht zulässig sind.
§ 12 Änderungen dieser AGB
(1) Der Anbieter kann diese AGB aus sachlichen Gründen ändern, insbesondere aufgrund geänderter Gesetze, Rechtsprechung oder Behördenvorgaben, zur Schließung von Sicherheitslücken oder für notwendige technische Anpassungen. Änderungen müssen dem Kunden zumutbar sein und dürfen das vertragliche Gleichgewicht nicht wesentlich zu seinem Nachteil verschieben.
(2) Der Anbieter informiert mindestens sechs Wochen vor Inkrafttreten in Textform über die geänderten Bedingungen und den Grund der Änderung. Dringende, zwingend erforderliche Sicherheits- oder Gesetzesanpassungen dürfen mit kürzerer Frist erfolgen, soweit dem Anbieter eine längere Frist nicht zumutbar ist.
(3) Änderungen von Preisen, Hauptleistungspflichten oder Haftungsregeln werden nicht allein durch Schweigen des Kunden Vertragsbestandteil. Sie bedürfen einer ausdrücklichen Vereinbarung oder gelten erst für einen gesondert bestellten künftigen Pro-Zeitraum. Preisänderungen richten sich zusätzlich nach § 6 Abs. 5.
(4) Soweit eine erforderliche Änderung ohne Zustimmung des Kunden nicht umgesetzt werden kann, kann der Anbieter den Basisvertrag mit der Frist nach § 7 Abs. 1 und Pro frühestens zum Ende des laufenden bezahlten Zeitraums beenden.
§ 13 Anwendbares Recht und Gerichtsstand
(1) Es gilt ausschließlich österreichisches Recht unter Ausschluss seiner Verweisungsnormen und des UN-Kaufrechts (CISG). Bei Verbrauchern gilt diese Rechtswahl nur, soweit ihnen dadurch nicht der Schutz zwingender Bestimmungen des Rechts ihres gewöhnlichen Aufenthalts entzogen wird.
(2) Gegenüber Unternehmern wird für alle Streitigkeiten aus oder im Zusammenhang mit dem Vertragsverhältnis als ausschließlicher Gerichtsstand je nach sachlicher Zuständigkeit das Bezirksgericht Mödling oder das Landesgericht Wiener Neustadt vereinbart. Für Verbraucher gelten die gesetzlichen Gerichtsstände.
(3) Sollten einzelne Bestimmungen dieser AGB ganz oder teilweise unwirksam sein oder werden, bleibt die Wirksamkeit der übrigen Bestimmungen unberührt.
(4) Vertragssprache ist Deutsch.
Stand: 25. Juli 2026