Was bedeutet Rechnungsberichtigung?
Bei ungeschuldet ausgewiesener Umsatzsteuer ist die Rechnung gegenüber dem Empfänger zu berichtigen. Ändert sich die Bemessungsgrundlage, sind Steuer und Vorsteuer im zutreffenden Zeitraum zu berichtigen.
Was gilt in Österreich?
Eine Berichtigung muss den Fehler nachvollziehbar korrigieren und den Bezug zur ursprünglichen Rechnung erhalten. Bei Umsatzsteuerfehlern kommt es zudem auf die richtige zeitliche Berücksichtigung und den Zugang beim Empfänger an.
Was bedeutet das im Alltag?
Stelle einen eindeutigen Bezug zur Originalrechnung her und dokumentiere den Zugang der Berichtigung.
Praxisbeispiel
Ein falsch berechneter Steuerbetrag wird berichtigt
Eine im Inland mit 20 Prozent steuerpflichtige Leistung über 1.000 € netto wurde versehentlich mit nur 100 € Umsatzsteuer abgerechnet.
Original und Berichtigung
- Position
- Entgelt
- Original
- 1.000 €
- Berichtigt
- 1.000 €
- Position
- Umsatzsteuer
- Original
- 100 €
- Berichtigt
- 200 €
- Position
- Gesamtbetrag
- Original
- 1.100 €
- Berichtigt
- 1.200 €
Ergebnis: Die Berichtigung verweist eindeutig auf die Originalrechnung, korrigiert den Fehler sichtbar und wird dem Empfänger nachweisbar übermittelt.
Darauf solltest du achten
- Originalrechnung eindeutig referenzieren.
- Fehler und korrigierte Angabe klar gegenüberstellen.
- Zugang der Berichtigung und steuerlichen Zeitraum dokumentieren.
