Kurz erklärt
Was bedeutet Istbesteuerung?
Bei der Besteuerung nach vereinnahmten Entgelten entsteht die Umsatzsteuerschuld grundsätzlich mit Ablauf des Monats, in dem das Entgelt vereinnahmt wurde.
Österreichische Einordnung
Was gilt in Österreich?
Die Istbesteuerung verschiebt den Zeitpunkt der Umsatzsteuerschuld grundsätzlich auf die Vereinnahmung des Entgelts. Sie ist eine umsatzsteuerliche Regel und daher nicht mit der einkommensteuerlichen Einnahmen-Ausgaben-Rechnung gleichzusetzen.
Praktische Umsetzung
Was bedeutet das im Alltag?
Verwechsle Istbesteuerung nicht mit E/A-Rechnung: Sie betreffen unterschiedliche Steuerarten und Voraussetzungen.
Praxisbeispiel
So sieht das konkret aus
Umsatzsteuer erst bei Zahlungseingang
Eine Rechnung über 1.000 € netto zuzüglich 200 € Umsatzsteuer wird im Dezember 2026 ausgestellt und im Jänner 2027 bezahlt. Im Beispiel sind die Voraussetzungen der Istbesteuerung erfüllt.
Zeitpunkt der Umsatzsteuerschuld
- Ereignis
- Rechnung ausgestellt
- Monat
- Dezember 2026
- Folge im Beispiel
- Noch keine Vereinnahmung
- Ereignis
- 1.200 € eingegangen
- Monat
- Jänner 2027
- Folge im Beispiel
- 200 € Umsatzsteuer zeitlich zuordnen
Ergebnis
Die Umsatzsteuer wird im vereinfachten Beispiel dem Monat des tatsächlichen Zahlungseingangs zugeordnet.
Prüfliste
Darauf solltest du achten
- Berechtigung zur Istbesteuerung prüfen.
- Zahlungseingänge dem richtigen Voranmeldungszeitraum zuordnen.
- Anzahlungen und offene Forderungen gesondert beachten.
Nachweise
Quellen
Die rechtliche Einordnung dieses Artikels stützt sich auf folgende österreichische Quellen: