Kurz erklärt
Was bedeutet Verbindlichkeit?
Eine Verbindlichkeit ist eine eigene Zahlungspflicht gegenüber Dritten, etwa aus einer Lieferantenrechnung. In der Buchhaltung wird sie von einer Forderung getrennt betrachtet.
Österreichische Einordnung
Was gilt in Österreich?
Eine Verbindlichkeit zeigt eine noch offene eigene Zahlungsverpflichtung. Sie ist für Fälligkeiten und Liquiditätsplanung relevant, auch wenn bei einer Einnahmen-Ausgaben-Rechnung grundsätzlich erst die tatsächliche Zahlung als Abfluss zählt.
Praktische Umsetzung
Was bedeutet das im Alltag?
Behalte Fälligkeiten und erwartete Abbuchungen in einer eigenen Übersicht im Blick, nicht nur im Bankkontostand.
Praxisbeispiel
So sieht das konkret aus
Eine Teilzahlung lässt einen Restbetrag offen
Eine Lieferantenrechnung über 1.200 € ist noch nicht vollständig bezahlt. Nach einer Teilzahlung von 200 € verbleibt eine Verpflichtung.
Offene Verbindlichkeit
1.200 € − 200 €
= 1.000 €
Stand der Verbindlichkeit
- Vorgang
- Lieferantenrechnung
- Betrag
- 1.200 €
- Vorgang
- Teilzahlung
- Betrag
- −200 €
- Vorgang
- Noch offen
- Betrag
- 1.000 €
Ergebnis
Die offene-Posten-Verwaltung zeigt weiterhin 1.000 € mit der ursprünglichen Fälligkeit.
Prüfliste
Darauf solltest du achten
- Lieferantenrechnung mit Fälligkeit erfassen.
- Zahlungen und Teilzahlungen zeitnah zuordnen.
- Offene Verbindlichkeiten regelmäßig mit dem Bankkonto abstimmen.
Nachweise
Quellen
Die rechtliche Einordnung dieses Artikels stützt sich auf folgende österreichische Quellen: