Was bedeutet Kassabuch?
„Kassabuch“ ist die Praxisbezeichnung für die geordnete Aufzeichnung von Bargeldbewegungen. Der laufende Kassastand ergibt sich aus Anfangsbestand, Bareingängen und Barausgängen.
Was gilt in Österreich?
Das Kassabuch soll Bargeldbewegungen so abbilden, dass der rechnerische Kassastand und ein daraus abgeleiteter Kassabericht nachvollziehbar bleiben. Nachträgliche Sammelbuchungen ohne Einzelbezug schwächen diese Nachvollziehbarkeit und erschweren die Abstimmung mit dem tatsächlich gezählten Bargeldbestand.
Was bedeutet das im Alltag?
Erfasse Einzelbewegungen mit Beleg, stimme Soll- und Ist-Kassastand regelmäßig ab und dokumentiere Korrekturen nachvollziehbar statt alte Einträge zu überschreiben.
Praxisbeispiel
Der rechnerische Kassastand wird abgestimmt
Die Kassa startet mit 500 €. Am Tag werden 120 € bar eingenommen und 30 € für Büromaterial bar bezahlt.
Soll-Kassastand
500 € + 120 € − 30 €
= 590 €
Kassabewegungen
- Vorgang
- Anfangsbestand
- Eingang
- —
- Ausgang
- —
- Stand
- 500 €
- Vorgang
- Barverkauf
- Eingang
- 120 €
- Ausgang
- —
- Stand
- 620 €
- Vorgang
- Büromaterial
- Eingang
- —
- Ausgang
- 30 €
- Stand
- 590 €
Ergebnis: Der gezählte Bargeldbestand muss im Beispiel 590 € betragen und zu den Einzelbelegen passen.
Darauf solltest du achten
- Bareingänge und Barausgänge täglich einzeln erfassen.
- Jede Bewegung mit einem Beleg verbinden.
- Rechnerischen Soll- und tatsächlichen Ist-Kassastand regelmäßig abstimmen.
- Korrekturen per Storno und Gegenbuchung statt durch stilles Überschreiben dokumentieren.
